NEXOWATT WISSEN / ENERGIE & LADEN

Lademanagement

Verteilen Sie die verfügbare Leistung auf AC- und DC-Ladepunkte. Jeder Anschluss erhält einen eigenen Eintrag und wird einer Station zugeordnet.

EOS UI 1.0.666 erklärte Felder

Hier finden Sie die Funktion
App-Center → Ladepunkte

Schritt für Schritt einrichten

  1. Station anlegen und deren gemeinsames Leistungslimit hinterlegen. Anschließend die Ports mit eindeutiger Nummer zuordnen.
  2. AC oder DC wählen. Leistungswert, Status, Online-Signal und einen geeigneten schreibbaren Strom- oder Leistungssollwert zuordnen.
  3. Mindest- und Maximalwerte passend zum Ladepunkt eintragen. Bei DC zusätzlich prüfen, ob ein Stromwert den AC-Netzanschluss oder den DC-Ausgang beschreibt.
  4. Standard-Lademodus und Priorität einstellen, Konfiguration prüfen und speichern. Sollwert, tatsächliche Leistung und Freigabe in der Live-Diagnose vergleichen.

Felder & Einstellungen

Die Bezeichnungen orientieren sich am oben genannten Softwarestand. Je nach Gerät, Betriebsart und Freigabe blendet EOS zusätzliche Felder ein. Eingabebereiche sind keine pauschale Freigabe für Ihre Anlage.

Einstellung / AnzeigeBedeutung & Verwendung
Anzahl Ladepunkte0–50. 0 blendet Wallbox/EVCS im Kunden-Frontend vollständig aus.
Eingabebereich: Minimum 0 · Maximum 50
Nennleistung pro Ladepunkt (kW)Fallback pro Ladepunkt, falls dort keine eigene Maximalleistung hinterlegt ist. Das EVCS-Gesamtbudget summiert automatisch alle aktivierten, steuerbaren Ladepunkte und berücksichtigt anschließend Stations-, NVP-, Phasen- und §14a-Grenzen (Standard: 11 kW je Ladepunkt).
Eingabebereich: Minimum 0
Global freigebenFreigabe für einen gemeinsamen Kundenschalter auf der EVCS-Seite. Bei mehreren Ladepunkten gilt „Speicher schützen / Speicher mitnutzen“ dann einheitlich für alle aktiven Ladepunkte. Ohne Haken bleibt die Bedienung pro Ladepunkt.
Ziel‑Strategie (Zeit‑Ziel Laden)Standard: gleichmäßige Ø‑Leistung bis zur Ziel‑Uhrzeit. Smart: nutzt Tarif‑Freigaben (wenn vorhanden) und hebt Sperren bei knappen Deadlines automatisch auf.
Auswahl: Standard · Smart
Automatisch aktualisierenZeitlicher Abstand der genannten Auswertung beziehungsweise Aktualisierung. Die im Feld angezeigte Einheit beachten.
Nur Probleme / BegrenzungenGrenzt die Diagnoseanzeige auf die gewählten Einträge ein; die eigentliche Regelung wird dadurch nicht verändert.
LadepunktGrenzt die Diagnoseanzeige auf die gewählten Einträge ein; die eigentliche Regelung wird dadurch nicht verändert.
Auswahl: Alle Ladepunkte
NameLesbare Bezeichnung dieses Eintrags in Konfiguration und Bedienansicht.
Aktiv (Regelung)Schaltet die bezeichnete Funktion beziehungsweise Anzeige ein oder aus. Zugehörige Datenquellen, Rechte und Gerätefreigaben bleiben Voraussetzung.
TypWählt die Geräte- beziehungsweise Ausgangsart und damit die passenden Einstellungen.
Ladestation (Key)Kennung der gemeinsamen Station, zu der dieser Ladeport gehört.
Port / Ladepunkt (Nr.)Eindeutige Anschlussnummer innerhalb der Ladestation.
Priorität (1..999)Reihenfolge beziehungsweise Gewicht dieser Ressource innerhalb der zugehörigen App. Die jeweiligen Leistungs- und Freigabegrenzen gelten weiterhin.
Standard-ModusLademodus, mit dem der Ladepunkt standardmäßig arbeiten soll.
Leistung (W)Wert beziehungsweise Messquelle der genannten Leistung. Richtung, Einheit und Zeitstempel mit der tatsächlichen Anlage abgleichen.
Energiezähler (intern kWh)Fortlaufender Zählerstand der genannten Energiemenge. Einen Energiezähler verwenden und die tatsächliche Einheit prüfen; momentane Leistung ist dafür ungeeignet.
Energie-DP liefert Wh → in kWh umrechnenAktivieren, wenn der angebundene Zähler Wattstunden liefert. Verhindert einen Faktor-1000-Fehler.
Status / CP-Zustand (lesen, optional)Liest den tatsächlichen Zustand beziehungsweise Messwert dieser Funktion. Die Rückmeldung zur Kontrolle mit der Geräteanzeige vergleichen.
OCPP Ladezustand (lesen, automatisch)Liest den tatsächlichen Zustand beziehungsweise Messwert dieser Funktion. Die Rückmeldung zur Kontrolle mit der Geräteanzeige vergleichen.
Fahrzeug verbunden (lesen, optional)Liest den tatsächlichen Zustand beziehungsweise Messwert dieser Funktion. Die Rückmeldung zur Kontrolle mit der Geräteanzeige vergleichen.
Ladebedarf / Ladebereit (lesen, optional)Liest den tatsächlichen Zustand beziehungsweise Messwert dieser Funktion. Die Rückmeldung zur Kontrolle mit der Geräteanzeige vergleichen.
Heartbeat / LastSeen (lesen, optional)Liest den tatsächlichen Zustand beziehungsweise Messwert dieser Funktion. Die Rückmeldung zur Kontrolle mit der Geräteanzeige vergleichen.
Fahrzeug‑SoC (%) (optional)Aktueller beziehungsweise für diese Funktion verwendeter Ladezustand in Prozent. Quelle und Aktualität prüfen.
Fahrzeug/Ladevorgang aktiv (lesen, optional) · Legacy, keine ReservierungsquelleLiest den tatsächlichen Zustand beziehungsweise Messwert dieser Funktion. Die Rückmeldung zur Kontrolle mit der Geräteanzeige vergleichen.
Sollstrom (A)Schreibpfad für die genannte Vorgabe. Er muss zur Gerätefunktion, Richtung, Einheit und zum erwarteten Datentyp passen. Reale Rückmeldung nach Freigabe prüfen.
Sollleistung (W)Schreibpfad für die genannte Vorgabe. Er muss zur Gerätefunktion, Richtung, Einheit und zum erwarteten Datentyp passen. Reale Rückmeldung nach Freigabe prüfen.
Enable (write)Schreibpfad für die genannte Vorgabe. Er muss zur Gerätefunktion, Richtung, Einheit und zum erwarteten Datentyp passen. Reale Rückmeldung nach Freigabe prüfen.
Online / verbunden (read)Liest den tatsächlichen Zustand beziehungsweise Messwert dieser Funktion. Die Rückmeldung zur Kontrolle mit der Geräteanzeige vergleichen.
Messwerte aktuell / OCPP dataFresh (read, optional)Liest den tatsächlichen Zustand beziehungsweise Messwert dieser Funktion. Die Rückmeldung zur Kontrolle mit der Geräteanzeige vergleichen.
AC Phasenumschaltung (write)Schreibpfad für die genannte Vorgabe. Er muss zur Gerätefunktion, Richtung, Einheit und zum erwarteten Datentyp passen. Reale Rückmeldung nach Freigabe prüfen.
AC Phasenrückmeldung (read, optional)Liest den tatsächlichen Zustand beziehungsweise Messwert dieser Funktion. Die Rückmeldung zur Kontrolle mit der Geräteanzeige vergleichen.
Lock (write)Schreibpfad für die genannte Vorgabe. Er muss zur Gerätefunktion, Richtung, Einheit und zum erwarteten Datentyp passen. Reale Rückmeldung nach Freigabe prüfen.
RFID ReaderZuordnung zum vorgesehenen RFID-Leser beziehungsweise seiner Kennungsquelle.
Fahrzeug verbunden: TRUE-WerteGerätespezifische Werte, die EOS als wahr für diesen Zustand interpretieren soll. Mit der realen Rückmeldung abgleichen.
Fahrzeug verbunden: FALSE-WerteGerätespezifische Werte, die EOS als falsch für diesen Zustand interpretieren soll. Mit der realen Rückmeldung abgleichen.
Ladebedarf: TRUE-WerteGerätespezifische Werte, die EOS als wahr für diesen Zustand interpretieren soll. Mit der realen Rückmeldung abgleichen.
Ladebedarf: FALSE-WerteGerätespezifische Werte, die EOS als falsch für diesen Zustand interpretieren soll. Mit der realen Rückmeldung abgleichen.
Status: Ladebereit / lädtGerätespezifische Statuswerte, die diesem Ladezustand zugeordnet werden. Die Zuordnung mit verbundenem, ladendem und pausierendem Fahrzeug prüfen.
Status: verbunden, kein BedarfGerätespezifische Statuswerte, die diesem Ladezustand zugeordnet werden. Die Zuordnung mit verbundenem, ladendem und pausierendem Fahrzeug prüfen.
Status: nicht verbundenGerätespezifische Statuswerte, die diesem Ladezustand zugeordnet werden. Die Zuordnung mit verbundenem, ladendem und pausierendem Fahrzeug prüfen.
Status: Fahrzeug pausiert / kein BedarfGerätespezifische Statuswerte, die diesem Ladezustand zugeordnet werden. Die Zuordnung mit verbundenem, ladendem und pausierendem Fahrzeug prüfen.
SteuerungWählt Strom- oder Leistungsregelung passend zum verfügbaren Schreibpfad.
Netzanschluss: PhasenAnzahl aktiver AC-Phasen am Netzanschluss des Ladepunkts.
DC-Station: Strom-Datenpunkt beschreibtUnterscheidet Strom am AC-Netzanschluss vom Strom am DC-Ausgang. Davon hängt die richtige Leistungsberechnung ab.
DC-Ausgangsspannung (V), nur bei DC-LadestromSpannung für die Leistungsberechnung. Bei DC-Ladestrom die tatsächliche DC-Ausgangsspannung verwenden; keine pauschale AC-Spannung einsetzen.
AC-PhasenmodusWählt feste Phasenzahl oder eine unterstützte automatische Phasenumschaltung.
Vor Phasenwechsel stoppenPausiert den Ladevorgang vor der Phasenumschaltung, soweit die Geräteanbindung dies unterstützt.
Wert für 1pBefehlswert des Geräteprofils zum Wechsel auf einphasigen Betrieb.
Wert für 3pBefehlswert des Geräteprofils zum Wechsel auf dreiphasigen Betrieb.
1p → 3p ab stabil WLeistungsschwelle, die für den Wechsel auf drei Phasen stabil überschritten sein muss.
3p → 1p unter WLeistungsschwelle, bei deren Unterschreitung auf eine Phase zurückgeschaltet werden kann.
Hoch-Stabilität (s)Dauer, für die ausreichend Leistung vor dem Hochschalten verfügbar sein muss.
Runter-Stabilität (s)Dauer der Unterschreitung vor dem Herunterschalten.
Cooldown (s)Sperrzeit zwischen zwei Phasenwechseln.
Wartezeit nach Wechsel (s)Wartezeit nach dem Phasenwechsel, bevor weitergeregelt wird.
Spannung (V)Spannung für die Leistungsberechnung. Bei DC-Ladestrom die tatsächliche DC-Ausgangsspannung verwenden; keine pauschale AC-Spannung einsetzen.
Min Strom (A)Technische Mindestvorgabe für den stabilen Betrieb. Unterhalb dieser Grenze kann die Last nicht sinnvoll geregelt werden.
Max Strom (A)Zugelassene Obergrenze der genannten Leistung beziehungsweise Stromstärke. Aus den realen Geräte- und Anschlussgrenzen übernehmen.
Min Leistung (W)Technische Mindestvorgabe für den stabilen Betrieb. Unterhalb dieser Grenze kann die Last nicht sinnvoll geregelt werden.
Max Leistung (W)Zugelassene Obergrenze der genannten Leistung beziehungsweise Stromstärke. Aus den realen Geräte- und Anschlussgrenzen übernehmen.
Step Strom (A)Kleinste Schrittweite der Strom- beziehungsweise Leistungsvorgabe, die das Gerät unterstützt.
Step Leistung (W)Kleinste Schrittweite der Strom- beziehungsweise Leistungsvorgabe, die das Gerät unterstützt.
Boost erlaubenGibt den zeitlich begrenzten Schnelllademodus für diesen Port frei.
Boost Timeout (min)Maximale Dauer einer Boost-Aktivierung.
Station KeyEindeutiger Schlüssel der Station für die Zuordnung ihrer Ports.
Stationslimit (kW)Gemeinsame Leistungsgrenze aller zugeordneten Ports dieser Station; sie ist keine Grenze je Port.

Gut zu wissen

  • PV-Überschuss lädt bei ausreichendem Überschuss. Min+PV kombiniert die konfigurierte Mindestladung mit PV-Überschuss. Boost ist zeitlich begrenzt; Netz- und Sicherheitsgrenzen gelten weiter.
  • Ein Betriebsstatus „operativ“ allein bedeutet nicht, dass ein Fahrzeug angeschlossen ist oder Ladebedarf besteht. Nutzen Sie passende Zustands- und Bedarfssignale.
  • Bei AC ergeben sich Leistungen aus Strom, Spannung und aktiven Phasen. Bei DC-Ausgangsstrom ist die tatsächliche DC-Spannung nötig. Watt, Kilowatt, Wh und kWh dürfen nicht verwechselt werden.
  • Phasenwechsel nur bei geeigneter AC-Hardware und freigegebener Phasenumschaltung verwenden. Ein vorhandener SoC-Datenpunkt bedeutet nicht, dass jedes Fahrzeug seinen Ladezustand liefert.

Eine Einstellung passt nicht zu Ihrer Anlage?

Nennen Sie uns App, Softwarestand, Hersteller und Modell. Zugangsdaten oder Tokens gehören nicht in eine Supportanfrage.

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Dokumentationsstand: September 2026. Grundlage sind die bereitgestellten NexoWatt-Repositories. Gerätedaten, Herstellerfreigaben und Ihre konkrete Anlagenkonfiguration bleiben maßgeblich.