Stand dieser Anleitung · 29.10.2026
Beschreibt Funktionen des UI-Teststands 1.0.32. Dieser Stand besitzt noch keine allgemeine Produktivfreigabe. Verfügbarkeit und aktive Nutzung richten sich nach installierter Version, Lizenz, Rolle und geprüfter Anlagenkonfiguration.
Hier finden Sie die Funktion
EMS Apps → EOS Mesh/Microgrid → Einrichten
Schritt für Schritt einrichten
- App installieren und speichern. Rolle Master oder Slave sowie Standort-, Knoten- und Masterkennung festlegen; zunächst Diagnose verwenden.
- Am Master Gesamtanschluss, Phasen, Reserven und Stränge konfigurieren. Bei lokalem Master-Haus einen getrennten Gesamtzähler zuordnen.
- Haus-Slaves mit Grenzen, Rückfallwerten und Gewichtung anlegen. Nach dem Speichern für jeden Slave eigene Paarungsdaten erzeugen.
- Am Slave Paarung übernehmen, lokale Leistungswerte und Rückfall konfigurieren. Messung, Vorzeichen, Gerätewirkung und Watchdog an jedem Haus prüfen.
- Kommunikationsverlust, Wiederanlauf und gemeinsame Anschlussgrenzen im Projekt prüfen. Erst danach den aktiven Betrieb freigeben.
- Optional kumulative Zählerstände für das Archiv zuordnen. Für Abrechnungsentwürfe Zähleridentität, Qualität, Zeitraum und Preise kontrollieren.
Felder & Einstellungen
Die Bezeichnungen orientieren sich am oben genannten Softwarestand. Je nach Gerät, Betriebsart und Freigabe blendet EOS zusätzliche Felder ein. Eingabebereiche sind keine pauschale Freigabe für Ihre Anlage.
| Einstellung / Anzeige | Bedeutung & Verwendung |
|---|---|
| Rolle | Aus, Master oder Slave. Der Master koordiniert den gemeinsamen Anschluss; Slaves regeln ihre Häuser lokal innerhalb der zugeteilten Grenzen. Bis zu 99 externe Haus-Slaves, zusätzlich optional das Master-Haus. |
| Standort-ID / Lokale Knoten-ID / Feste Master-ID | Verbund und Teilnehmer eindeutig identifizieren. Alle Teilnehmer müssen zum vorgesehenen Standort und Master gehören. |
| Gemeinsame Konfigurationsversion | Ordnet zusammengehörige Konfigurationen einander zu. Topologie- oder Grenzänderungen koordiniert übernehmen und erneut prüfen. |
| Betrieb | Diagnose für die Prüfung ohne Master-Regelung; Aktiv erst nach Inbetriebnahme der Anlage. Bei aktiver Regelung können Topologieänderungen gesperrt sein und eine geplante Stillsetzung erfordern. |
| Tailscale-Adresse des Masters inklusive EOS-Port | Für den Slave: erreichbare Adresse des vorgesehenen Masters im eingerichteten privaten Netzwerk einschließlich Dienstport. Netzwerkzugang allein ersetzt keine Paarung und Berechtigungsprüfung. |
| Individueller Paarungsschlüssel | Eigener Schlüssel je Slave. Leer lassen erhält den vorhandenen Schlüssel. Paarungsdaten vertraulich behandeln und nicht in Supporttexte oder öffentliche Exporte übernehmen. |
| Master regelt zusätzlich sein eigenes Haus | Aktiviert einen lokalen Teilnehmer am Master. Gesamtmessung und lokale Hausmessung müssen dann getrennt zugeordnet werden. |
| Austausch / Antwort-Timeout / Freigabedauer (ms) | Kommunikationszyklus, Antwortwartezeit und befristete Freigabe. Startwerte 1000/800/3000 ms sind vor Ort zu prüfen; Netzwerk und Geräte müssen die Reaktion tatsächlich ermöglichen. |
| Maximales Messwertalter (ms) | Begrenzt die zulässige Alterung der Leistungswerte; Startwert 2000 ms. Alte Messwerte nicht durch künstliche Zeitstempel auffrischen. |
| Stabile Zyklen vor Erhöhung / Wiederanlauframpe (W/s) | Verhindert sprunghafte zusätzliche Freigabe direkt nach einem Ausfall. Anzahl stabiler Zyklen und zulässige Leistungserhöhung passend zum Anlagenkonzept einstellen. |
| Verteilung | Feste Anteile oder bedarfsabhängige Trafo-Regelung. Bei knapper Kapazität verteilt der Master das Gesamtbudget; Haus- und Stranggrenzen bleiben verbindlich. |
| Zusätzlicher Spielraum je Haus (W) / je Phase (A) | Reserve für die bedarfsabhängige Verteilung. Leistungs- und Phasenstromgrenzen getrennt berücksichtigen. |
| Eingriff / Wiederfreigabe bei Trafoauslastung (%) | Schwellen für Eingriff und Rückkehr der bedarfsabhängigen Verteilung. Unterschiedliche Schwellen vermeiden ständiges Umschalten. |
| Schnellen Takt übernehmen | Setzt unter anderem 250 ms Austausch und 200 ms Timeout. Nur bei entsprechend schnellen realen Messwerten und stabiler Kommunikation verwenden; dies ist keine garantierte physische Reaktionszeit. |
| Gemeinsamer Anschluss / Stränge | Je Gesamtanschluss und Strang Grenzen für Bezug (W), Einspeisung (W) sowie L1/L2/L3 (A) pflegen. Reserve und nicht erfasste Lasten dauerhaft im Budget berücksichtigen. |
| Getrennter Hauptzähler des Verbunds | Wenn der Master lokal mitregelt: Gesamtleistung sowie L1/L2/L3 des Hauptzählers ausdrücklich zuordnen. Die lokale Hausmessung bleibt davon getrennt. |
| Eindeutige Slave-ID / Haus oder Gerät / Strang-ID | Teilnehmer eindeutig benennen und optional seinem elektrischen Strang zuordnen. Teilnehmer erst speichern, danach individuelle Paarungsdaten erzeugen. |
| Verteilungsgewicht (1–100) | Gewichtung des Hauses bei der Verteilung. Höhere Gewichtung hebt Haus-, Strang- oder Anschlussgrenzen nicht auf. |
| Maximum / Sicherer Rückfall je Haus | Für Bezug, Einspeisung, drei Phasen sowie Ladepunkte, Speicherladung/-entladung, PV und flexible Lasten passende Höchst- und Rückfallwerte hinterlegen. Rückfall muss bei Kommunikationsverlust lokal beherrscht werden. |
| Lokale Messung, Vorzeichen, Gerätegrenzen und Regelung geprüft | Inbetriebnahmebestätigung für den Teilnehmer. Erst nach realer Prüfung setzen; der Haken selbst führt keinen Gerätetest aus. |
| Watchdog / Rückfall geprüft | Bestätigt das getestete lokale Verhalten bei Ablauf der Masterfreigabe. Kommunikationsverlust und Wiederanlauf je Teilnehmer tatsächlich prüfen. |
| Lokales Haus · Messwert-Datenpunkte | Summenleistungen in W für Ladepunkte, Speicherladung, Speicherentladung, PV und flexible Lasten, jeweils positiv. Nur vorhandene Geräte freigeben; NVP und Phasen im App-Center zuordnen. |
| Paarung erzeugen / in Formular übernehmen | Am Master nach dem Speichern für den gewählten Slave erzeugen. Am Slave übernehmen, Zuordnung prüfen und speichern. Einmalig sichtbare Paarungsdaten danach aus der Ansicht entfernen. |
| Betreiberübersicht · Teilnehmer | Verbindung, Alter, Antwortzeit, Bestätigung, gemessene Haus-NVP-Leistung sowie erlaubte und reservierte Grenzen prüfen. Eine Verbindung allein bestätigt noch keine korrekte Gerätewirkung. |
| Abrechnung / lokales Zählerarchiv aktivieren | Optionales Archiv kumulativer Bezug-/Einspeisezähler. Originalstände bleiben am Haus; nach Unterbrechung werden Daten nachgeliefert. Master und Slave passend einrichten. |
| Zählernummer / Zählerepoche | Zähler eindeutig identifizieren. Bei Wechsel oder Rücksetzung eine neue Epoche vergeben; damit dürfen fehlende Zählerdifferenzen nicht überbrückt werden. |
| Kumulativer Bezugszähler / Einspeisezähler · Datenpunkt | Fortlaufende Energiestände am Haus-NVP zuordnen, keine Momentanleistung. Einheit Wh oder kWh für beide Quellen passend wählen. |
| Geeichter Zweirichtungszähler / Eichfrist gültig bis | Tatsächlich geprüfte Zählerzuordnung und Gültigkeit dokumentieren. Ein Softwarehaken ersetzt weder Eichung noch die Prüfung des Messkonzepts. |
| Messintervall / Zählerstand maximal alt / Zeitversatz (ms) | Messintervall mindestens 60000 ms; akzeptiertes Alter und Versatz beider Zählerstände passend begrenzen. Lücken und Qualitätsfehler bleiben im Auswertungsbeleg sichtbar. |
| Archivgrenze (MiB je Haus) | Speicherobergrenze des lokalen Archivs. Bei voller Grenze hält die Erfassung mit Störung an; Archive werden nicht automatisch gelöscht. |
| Betreibername / Bezugspreis / Einspeisegutschrift | Bezeichnung und Preise in EUR/kWh für den gesamten ausgewerteten Zeitraum. Bei Tarifwechsel getrennte Zeiträume auswerten. |
| Pauschale (EUR je ausgewertetem Zeitraum) | Einmal je Haus und ausgewähltem Zeitraum. Für einen unvollständigen Teilzeitraum können Randzeiten und Pauschale noch zu bestätigen sein. Keine automatische Umsatzsteuerberechnung. |
| Haus / Von / Bis (Ortszeit) | Teilnehmer und Zeitraum des Abrechnungsentwurfs wählen. Angeforderte Randzeiten mit tatsächlich gemessenen Randständen vergleichen. |
| Abrechnungsentwurf / Originalzählerstände exportieren | Entwurf aus den zuordenbaren Originalständen berechnen; gesperrte oder unvollständige Zeiträume beachten. Originale als JSONL und Prüfbeleg als JSON exportieren. Der Entwurf allein ist keine rechtlich geprüfte Rechnung. |
Gut zu wissen
- Beschreibt Funktionen des UI-Teststands 1.0.32. Dieser Stand besitzt noch keine allgemeine Produktivfreigabe. Verfügbarkeit und aktive Nutzung richten sich nach installierter Version, Lizenz, Rolle und geprüfter Anlagenkonfiguration.
- Bestehende lokale Bridge-Zuordnungen können als Bestandsfunktion erhalten bleiben. Neue Verbünde nutzen den Master-/Slave-Koordinator.
- Topologieänderungen bei aktivem Betrieb benötigen eine geplante Stillsetzung und erneute Prüfung. Für den Verbund zusammenpassende Protokoll-/Softwarestände einsetzen.
- Ein Zählerarchiv schafft keine elektrische Verbindung oder Berechtigung zur Belieferung Dritter. Ein Abrechnungsentwurf ist keine automatisch rechtlich geprüfte Rechnung.
Passende Anleitungen
Eine Einstellung passt nicht zu Ihrer Anlage?
Nennen Sie uns App, Softwarestand, Hersteller und Modell. Zugangsdaten oder Tokens gehören nicht in eine Supportanfrage.
Support kontaktierenAktualisiert am 29.10.2026. Umfang und Quellenstand: siehe Hinweis oben. Grundlage sind die bereitgestellten NexoWatt-Repositories. Gerätedaten, Herstellerfreigaben und Ihre konkrete Anlagenkonfiguration bleiben maßgeblich.
