NEXOWATT WISSEN / ENERGIE & LADEN

Peak-Shaving

Begrenzen Sie Lastspitzen mit einem normalen Importlimit, Hochlastzeitfenstern oder einer Kombination aus beiden.

EOS UI 1.0.651 erklärte Felder

Hier finden Sie die Funktion
App-Center → Peak-Shaving

Schritt für Schritt einrichten

  1. Den Netzpunkt unter Zuordnung → Allgemein korrekt messen und die Netzanschlussleistung prüfen.
  2. LSK-Modus und statische oder dynamische Limitquelle auswählen.
  3. Reserve, Sicherheitsmarge, Glättung und Verzögerungen projektbezogen einstellen.
  4. Für atypische Kappung die veröffentlichten Zeitfenster des zuständigen Netzbetreibers samt Gültigkeitsjahr und Ausnahmen übernehmen.
  5. In der Nachkontrolle tatsächliche Lasten und Zeitfenster prüfen; bei Bedarf Audit-Daten exportieren.

Felder & Einstellungen

Die Bezeichnungen orientieren sich am oben genannten Softwarestand. Je nach Gerät, Betriebsart und Freigabe blendet EOS zusätzliche Felder ein. Eingabebereiche sind keine pauschale Freigabe für Ihre Anlage.

Einstellung / AnzeigeBedeutung & Verwendung
LSK-ModusNormal begrenzt den Netzbezug immer am eingestellten Grenzwert. Atypisch begrenzt nur innerhalb der Hochlastzeitfenster. Hybrid nimmt immer den strengeren Grenzwert.
Auswahl: Normale Lastspitzenkappung · Atypische HLZF-Kappung · Hybrid: normal + atypisch · Atypisch nur beobachten
Standard-LimitquelleWählt die feste Anschlussleistung oder eine externe, dynamisch erlaubte Leistung als Grundlage des normalen Limits.
Auswahl: Statisch: Netzanschlussleistung · Dynamisch: erlaubte Leistung per DP
Reserve normal (W)Zusätzlicher Leistungspuffer für den normalen Betrieb. Reserve und Sicherheitsmarge bei der Festlegung des wirksamen Importbudgets berücksichtigen.
Eingabebereich: Minimum 0
Sicherheitsmarge normal (W)Wert beziehungsweise Messquelle der genannten Leistung. Richtung, Einheit und Zeitstempel mit der tatsächlichen Anlage abgleichen.
Eingabebereich: Minimum 0
Hysterese (W)Wert beziehungsweise Messquelle der genannten Leistung. Richtung, Einheit und Zeitstempel mit der tatsächlichen Anlage abgleichen.
Eingabebereich: Minimum 0
Glättung (s)Zeitraum zur Beruhigung schwankender Messwerte; eine stärkere Glättung reagiert langsamer auf kurzfristige Änderungen.
Eingabebereich: Minimum 1 · Maximum 600
Einschaltverzögerung (s)Zeit, die die zugehörige Bedingung bestehen muss, bevor die Funktion umschaltet beziehungsweise erneut freigibt.
Eingabebereich: Minimum 0 · Maximum 3600
Freigabeverzögerung (s)Bestätigt beziehungsweise ermöglicht den genannten Steuerpfad. Erst setzen, wenn Zuordnung, Rückmeldung und Betriebsverhalten an der realen Anlage geprüft sind.
Eingabebereich: Minimum 0 · Maximum 3600
Messwert-Timeout (s)Zeitgrenze für aktuelle Messwerte beziehungsweise eine erwartete Bestätigung. Nach Ablauf behandelt die Funktion die Daten oder den Befehl als nicht mehr verlässlich.
Eingabebereich: Minimum 1 · Maximum 3600
Fast-TripSchnelle Reaktion auf kurze Rohwert-/Maximalwert-Spitzen
EntnahmeebeneEntnahmeebene des Anschlusses aus den Vertrags- und Netzbetreiberunterlagen.
Auswahl: HöS · HöS/HS · HS · HS/MS · MS · MS/NS · NS
Erheblichkeitsschwelle (%)HöS 5 %, HöS/HS 10 %, HS 10 %, HS/MS 20 %, MS 20 %, MS/NS 30 %, NS 30 %.
Eingabebereich: Minimum 0 · Maximum 100
Referenz-Jahreshöchstlast P_abs_ref (W)Referenzwert der Jahreshöchstlast für die atypische Bewertung. Einheit W; kW-Werte zuvor umrechnen.
Eingabebereich: Minimum 0
Mindestverlagerung (W)Angegebene Mindestverlagerung der Leistung aus den Hochlastzeitfenstern für die Nachkontrolle.
Eingabebereich: Minimum 0
Fester HLZF-Grenzwert (W, optional)Leer lassen, wenn der Grenzwert aus P_abs_ref, Schwelle und Mindestverlagerung berechnet werden soll.
Eingabebereich: Minimum 0
HLZF-Sicherheitsmarge (W)Wert beziehungsweise Messquelle der genannten Leistung. Richtung, Einheit und Zeitstempel mit der tatsächlichen Anlage abgleichen.
Eingabebereich: Minimum 0
NetzbetreiberName des zuständigen Netzbetreibers, dessen Zeitfenster und Vorgaben hinterlegt werden.
GültigkeitsjahrKalenderjahr, für das die eingetragenen Hochlastzeitfenster gelten.
Eingabebereich: Minimum 2020 · Maximum 2100
Quelle / DokumentTitel oder Kennzeichnung der verwendeten Originalunterlage.
VeröffentlichungsdatumVeröffentlichungsdatum der verwendeten Netzbetreiberunterlage.
Quell-URL / AblageAdresse beziehungsweise Ablageort der Originalunterlage für spätere Prüfung.
BemerkungFreitext für nachvollziehbare Projektannahmen, Quellen oder das Ergebnis der Prüfung.
Wochenenden berücksichtigenStandard: aus, da HLZF typischerweise nur an Werktagen aktiv sind.
24.12.–01.01. ausschließenEmpfohlen aktiv lassen.
FeiertageEin Datum pro Zeile oder kommasepariert im Format YYYY-MM-DD.
BrückentageProjektbezogene Behandlung von Brückentagen entsprechend den veröffentlichten Zeitfenstern.
Weitere AusnahmenZusätzliche Ausnahmetage beziehungsweise Zeiträume des zugrunde liegenden Kalenders.
Export vonBeginn des Zeitraums für den Audit-Export.
Export bisEnde des Zeitraums für den Audit-Export.
Nachkontrolle aktivFührt Live-Werte für die nachträgliche Bewertung der Hochlastzeitfenster mit.
Reset-SchlüsselKennung zum gezielten Zurücksetzen der Nachkontrolle. Eine Änderung kann den bisher geführten Auswertungsstand zurücksetzen.
Audit-Samples in InfluxDB speichernSpeichert Audit-Messpunkte in der angebundenen InfluxDB, sofern diese eingerichtet ist.
Audit-Intervall (min)Zeitabstand, in dem Messpunkte für das Audit protokolliert werden.
Eingabebereich: Minimum 1 · Maximum 1440
Ist-Jahreshöchstlast P_abs_ist (W)Tatsächlich gemessene Jahreshöchstlast für die Nachkontrolle.
Eingabebereich: Minimum 0
Max. HLZF-Leistung P_HLZF_max (W)Höchste Leistung innerhalb der relevanten Hochlastzeitfenster.
Eingabebereich: Minimum 0
Leistungspreis (€/kW*a)Vertraglicher jährlicher Leistungspreis je kW für die rechnerische Bewertung.
Eingabebereich: Minimum 0
Arbeitspreis Netzentgelt (€/kWh)Netzentgelt-Anteil je kWh laut zugrunde liegendem Preisblatt.
Eingabebereich: Minimum 0
Jahresarbeit (kWh)Jährliche bezogene Energiemenge für die Bewertung.
Eingabebereich: Minimum 0
Bagatellgrenze (€)Hinterlegte Mindestgröße der rechnerischen Entlastung; mit den maßgeblichen Unterlagen abgleichen.
Eingabebereich: Minimum 0
Allg. Netzentgelt/Jahr (€)Allgemeines jährliches Netzentgelt als Vergleichsbasis.
Eingabebereich: Minimum 0
Max. Reduzierung (%)Obergrenze der angenommenen Reduzierung für die Berechnung; keine automatische Zusage des Netzbetreibers.
Eingabebereich: Minimum 0 · Maximum 100
PrüfnotizFreitext für nachvollziehbare Projektannahmen, Quellen oder das Ergebnis der Prüfung.
AktivSchaltet die bezeichnete Funktion beziehungsweise Anzeige ein oder aus. Zugehörige Datenquellen, Rechte und Gerätefreigaben bleiben Voraussetzung.
LabelAnzeigename des Zeitfensters.
SaisonSaisonbezeichnung für die Zuordnung des Zeitfensters.
Auswahl: keine / Monate nutzen · Winter · Sommer · Übergang
MonateMonate, in denen das Zeitfenster gelten soll.
WochentageWochentage, an denen das Zeitfenster angewendet wird.
VonBeginn des betreffenden täglichen Zeitfensters.
BisEnde des betreffenden täglichen Zeitfensters.
Gültig vonErstes Datum des Gültigkeitszeitraums.
Gültig bisLetztes Datum des Gültigkeitszeitraums.

Gut zu wissen

  • Im Hybridmodus wirkt der strengere Grenzwert. Im Beobachtungsmodus werden atypische Zeitfenster ausgewertet, ohne diese als aktive Kappung anzuwenden.
  • Eine berechnete Nachkontrolle ist keine Zusage eines reduzierten Netzentgelts. Das tatsächliche Mess- und Vertragskonzept ist separat maßgeblich.

Eine Einstellung passt nicht zu Ihrer Anlage?

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Dokumentationsstand: September 2026. Grundlage sind die bereitgestellten NexoWatt-Repositories. Gerätedaten, Herstellerfreigaben und Ihre konkrete Anlagenkonfiguration bleiben maßgeblich.