Stand dieser Anleitung · 29.10.2026
Am 29.10.2026 wurden die im Kapitel genannten Neuerungen und Bedienhinweise ergänzt. Die übrige Feldreferenz stammt aus UI 1.0.6; sie wurde nicht vollständig neu verifiziert. Funktionen des UI-Stands 1.0.32 sind als Teststand zu verstehen.
Hier finden Sie die Funktion
App-Center → Netzlimits / EVU-PV-Regelung
Schritt für Schritt einrichten
- Netzpunktmessung, Vorzeichen, Einheit und Netzanschlussleistung in der allgemeinen Zuordnung prüfen.
- Messwertüberwachung, Hysterese und Wiederfreigabe konfigurieren.
- Eine benötigte Einspeisebegrenzung separat aktivieren und fachlich freigeben. Betriebsart, lokale Obergrenze und Rückfallgrenze passend zum Anschlusskonzept setzen.
- Geeignete PV-Schreibpfade und verfügbare Last-/Speichersenken zuordnen. In der Diagnose Grenzwert, Istwert und bestätigte Reaktion vergleichen.
Felder & Einstellungen
Die Bezeichnungen orientieren sich am oben genannten Softwarestand. Je nach Gerät, Betriebsart und Freigabe blendet EOS zusätzliche Felder ein. Eingabebereiche sind keine pauschale Freigabe für Ihre Anlage.
| Einstellung / Anzeige | Bedeutung & Verwendung |
|---|---|
| Stale‑Timeout | Zeitgrenze für aktuelle Messwerte beziehungsweise eine erwartete Bestätigung. Nach Ablauf behandelt die Funktion die Daten oder den Befehl als nicht mehr verlässlich. |
| Hysterese | Abstand zwischen Einschalt- und Ausschaltgrenze. Verhindert häufiges Umschalten nahe am Schwellwert. |
| Wiederfreigabe‑Verzögerung | Bestätigt beziehungsweise ermöglicht den genannten Steuerpfad. Erst setzen, wenn Zuordnung, Rückmeldung und Betriebsverhalten an der realen Anlage geprüft sind. |
| RLM Deckel aktiv | Aktiviert die zusätzliche Begrenzung der Leistung im RLM-Intervall. |
| RLM Limit | Zielgrenze der mittleren Leistung im relevanten RLM-Zeitfenster. |
| Sicherheitsmarge | Zusätzlicher Abstand zum Grenzwert für Schwankungen und Regelungsverzögerungen. |
| Alignment auf 15‑Minuten‑Raster | Richtet die betrachteten Intervalle an den Viertelstundengrenzen aus. |
| EVU‑Abregelung aktiv | Aktiviert die Auswertung der zugeordneten EVU-Abregelsignale. |
| Relais 60% (Read) | Liest den tatsächlichen Zustand beziehungsweise Messwert dieser Funktion. Die Rückmeldung zur Kontrolle mit der Geräteanzeige vergleichen. |
| Relais 30% (Read) | Liest den tatsächlichen Zustand beziehungsweise Messwert dieser Funktion. Die Rückmeldung zur Kontrolle mit der Geräteanzeige vergleichen. |
| Relais 0% (Read) | Liest den tatsächlichen Zustand beziehungsweise Messwert dieser Funktion. Die Rückmeldung zur Kontrolle mit der Geräteanzeige vergleichen. |
| 0‑Einspeisung / Einspeisebegrenzung aktiv | Schaltet die bezeichnete Funktion beziehungsweise Anzeige ein oder aus. Zugehörige Datenquellen, Rechte und Gerätefreigaben bleiben Voraussetzung. |
| Installateurfreigabe Einspeisebegrenzung | Bestätigt beziehungsweise ermöglicht den genannten Steuerpfad. Erst setzen, wenn Zuordnung, Rückmeldung und Betriebsverhalten an der realen Anlage geprüft sind. |
| Betriebsart Einspeisebegrenzung | Wählt die Art, wie lokale beziehungsweise externe Einspeisevorgaben berücksichtigt werden. |
| Lokale Sicherheitsobergrenze Einspeisung | Maximal lokal zugelassene Einspeiseleistung. Mit Anschluss- und Regelkonzept abstimmen. |
| Rückfallgrenze bei Reglerausfall | Wirksame Einspeisegrenze bei fehlender oder ungültiger externer Vorgabe. |
| Ziel‑Netzbezug / Bias | Kleiner gewünschter Netzbezug als Abstand zur Einspeisegrenze. |
| Deadband | Toleranzbereich um den Regelzielwert, in dem keine zusätzliche Korrektur angefordert wird. |
| Speicher-Lade-Command-State optional | Schreibpfad für die genannte Vorgabe. Er muss zur Gerätefunktion, Richtung, Einheit und zum erwarteten Datentyp passen. Reale Rückmeldung nach Freigabe prüfen. |
| Ladepunkt-Command-State optional | Schreibpfad für die genannte Vorgabe. Er muss zur Gerätefunktion, Richtung, Einheit und zum erwarteten Datentyp passen. Reale Rückmeldung nach Freigabe prüfen. |
| Flexible Verbraucher Command-State optional | Schreibpfad für die genannte Vorgabe. Er muss zur Gerätefunktion, Richtung, Einheit und zum erwarteten Datentyp passen. Reale Rückmeldung nach Freigabe prüfen. |
| Mesh/Microgrid Command-State optional | Schreibpfad für die genannte Vorgabe. Er muss zur Gerätefunktion, Richtung, Einheit und zum erwarteten Datentyp passen. Reale Rückmeldung nach Freigabe prüfen. |
| PV‑Leistung (W) (Read) | Liest den tatsächlichen Zustand beziehungsweise Messwert dieser Funktion. Die Rückmeldung zur Kontrolle mit der Geräteanzeige vergleichen. |
| Einspeise‑Limit (W) (Write) | Schreibpfad für die genannte Vorgabe. Er muss zur Gerätefunktion, Richtung, Einheit und zum erwarteten Datentyp passen. Reale Rückmeldung nach Freigabe prüfen. |
| PV‑Limit (W) (Write) | Schreibpfad für die genannte Vorgabe. Er muss zur Gerätefunktion, Richtung, Einheit und zum erwarteten Datentyp passen. Reale Rückmeldung nach Freigabe prüfen. |
| PV‑Limit (%) (Write) | Schreibpfad für die genannte Vorgabe. Er muss zur Gerätefunktion, Richtung, Einheit und zum erwarteten Datentyp passen. Reale Rückmeldung nach Freigabe prüfen. |
| Begrenzungs‑Modus | Wählt den passenden Schreibweg: Einspeiseleistung, absolute PV-Leistung oder prozentuale PV-Begrenzung. |
| Einspeise‑Limit (W) (Write) (optional) | Schreibpfad für die genannte Vorgabe. Er muss zur Gerätefunktion, Richtung, Einheit und zum erwarteten Datentyp passen. Reale Rückmeldung nach Freigabe prüfen. |
| PV‑Limit (W) (Write) (optional) | Schreibpfad für die genannte Vorgabe. Er muss zur Gerätefunktion, Richtung, Einheit und zum erwarteten Datentyp passen. Reale Rückmeldung nach Freigabe prüfen. |
| PV‑Limit (%) (Write) (optional) | Schreibpfad für die genannte Vorgabe. Er muss zur Gerätefunktion, Richtung, Einheit und zum erwarteten Datentyp passen. Reale Rückmeldung nach Freigabe prüfen. |
| Maximale zusätzliche PV-Prüflast (W) | Begrenzter Teststart, um bei abgeregelter PV zusätzliche nutzbare Leistung zu erschließen. Standard 4200 W, Bereich 0–50000 W. 0 sperrt zusätzliche Teststarts; bestätigter PV-Überschuss bleibt nutzbar. Die Prüflast kann kurzzeitig Netz- oder Speicherenergie benötigen. |
| PV-Laden: gemeinsame Netzüberbrückung (W) | Gemeinsames Netzbudget aller bereits laufenden PV-Ladepunkte für kurze PV-Einbrüche. Standard 600 W, Bereich 0–2000 W. Dieser Anteil ist Netzstrom und keine PV-Leistung. 0 schaltet die Überbrückung aus. |
| PV-Laden: maximale Überbrückungsdauer (s) | Maximale Dauer der gemeinsamen Netzüberbrückung; Standard 45 s, Bereich 0–120 s. 0 deaktiviert sie. Schutzgrenzen und fehlende Messwerte wirken sofort. |
| PV-Laden: Pause nach Ladestopp (s) | Wiederanlaufpause gegen häufiges Ein-/Ausschalten; Standard 180 s, Bereich 60–3600 s. Neue Freigabe setzt zusätzlich geeignete aktuelle Leistungswerte voraus. |
| Ziel-Netzbezug / Bias (W) | Kleiner gesondert erfasster Netzanteil als Regelreserve, Standard 80 W. Er ist keine Solarenergie und bleibt von der zusätzlichen Netzüberbrückung getrennt. |
| PV-Wechselrichter: Istleistung und Begrenzung | Je Wechselrichter aktuelle AC-Erzeugung, Bezugsleistung und passende Schreibpfade zuordnen. Erzeugungsbegrenzung in W/Prozent und eine echte Netzeinspeisegrenze unterscheiden. EVU-Relaisgruppen werden im EVU-Bereich eingerichtet. |
| Partnerverbindung einschalten | Aktiviert die gemeinsame ausgehende Verbindung des Partnerprofils. Appbezogene Ressourcenrechte und die jeweilige App-Aktivierung sind zusätzlich nötig. Voreinstellung ist aus. |
| Partnerkennung | Eindeutige Kennung des eingerichteten Partners. In diesem Stand teilen die beteiligten Apps ein gemeinsames Partnerprofil; mehrere gleichzeitige Händler sind nicht abgedeckt. |
| Geschützte WebSocket-Adresse (wss://) | Vom Partner bereitgestellte und lokal zugelassene Zieladresse. Keine Zugangsdaten, Tokens, URL-Parameter oder Fragmente eintragen. Die Verbindung geht vom EOS aus. |
| Referenz auf das geschützte Zugangstoken | Name der geschützten lokalen Zugangsdatenreferenz mit Präfix NEXOWATT_PARTNER_. Hier keinen echten Token oder privaten Schlüssel eingeben. Die Bereitstellung erfolgt durch den Systembetreuer. |
| Ressource freigeben / Freigegebene Ressource | Eine konkrete lokale Ressource auswählen. Bilanz und Direktvermarktung verwenden die Anlage (site); Arbitrage verwendet einen eingerichteten unterstützten Speicher oder eine dynamische Gruppe. Neue Freigaben haben zunächst keine Rechte. |
| Freigaben prüfen | Prüft den Entwurf und zeigt die vorgesehenen App-/Ressourcenrechte. Die Vorschau selbst überträgt keine Messwerte und sendet keine Gerätebefehle. |
| Konfiguration speichern / Neu laden | Speichert mit Versionsprüfung. Bei zwischenzeitlicher Änderung bleibt der Entwurf erhalten, muss aber mit dem aktuellen Stand abgeglichen werden. Unsichere oder fehlgeschlagene Speicherung nicht als wirksame Freigabe behandeln. |
| Verbindung und Steuerstatus | Ausgeschaltet, gesperrt, nicht verbunden oder verbunden unterscheiden. Eine Verbindung allein ist keine Steuerfreigabe; App, Rechte, Messungen, Lizenz und lokale Inbetriebnahme müssen zusätzlich passen. |
| Alle Partnerfreigaben widerrufen | Schaltet die gemeinsame Verbindung ab und entfernt die Partnerrechte aller beteiligten Fach-Apps. Auswirkungen auf andere Freigaben vorher berücksichtigen; bestätigtes Ergebnis und Gerätewirkung kontrollieren. |
| Direktvermarktung · Messwerte / Verfügbare Funktionen lesen | Freigaben innerhalb der bestehenden PV-/EVU-App. Der Partner erhält nur die dafür vorgesehenen Daten und Fähigkeiten. |
| Begrenzung anfragen | Das Recht ist im Formular vorbereitet. In UI 1.0.32 steht die aktive PV-Abregelung durch den Partner jedoch nicht zur Verfügung; eine Anfrage wird mit CONTROL_UNAVAILABLE abgewiesen. |
| Auftragsstatus lesen / Eigene Aufträge zurücknehmen | Vorbereitete Rechte für den Auftragsablauf. Sie machen die in diesem Stand nicht verfügbare Partner-PV-Steuerung nicht verfügbar. |
Gut zu wissen
- Im geprüften Stand beginnt das Import-Softlimit 10 % unterhalb der eingestellten Netzanschlussleistung. Das Hardlimit orientiert sich an der Anschlussleistung.
- Bei Einspeisebegrenzung werden nutzbare Verbraucher und Speicher berücksichtigt; verbleibender Überschuss kann über geeignete PV-Schnittstellen begrenzt werden.
- Die EOS-Regelung ersetzt keinen vom Netzbetreiber geforderten zertifizierten Anlagen- oder Parkregler.
- Nulleinspeisung begrenzt die Abgabe ins öffentliche Netz und verbietet nicht grundsätzlich den Netzbezug. Prüflast, Importbias und Überbrückung als Netz-/Speicheranteile getrennt von PV behandeln.
- Die Partnerfreigaben für Direktvermarktung sind im Teststand 1.0.32 ergänzt. Aktive PV-Abregelung durch einen Partner ist darin noch nicht verfügbar; die bestehende lokale Netz-/EVU-Regelung ist davon zu unterscheiden.
Passende Anleitungen
Eine Einstellung passt nicht zu Ihrer Anlage?
Nennen Sie uns App, Softwarestand, Hersteller und Modell. Zugangsdaten oder Tokens gehören nicht in eine Supportanfrage.
Support kontaktierenAktualisiert am 29.10.2026. Umfang und Quellenstand: siehe Hinweis oben. Grundlage sind die bereitgestellten NexoWatt-Repositories. Gerätedaten, Herstellerfreigaben und Ihre konkrete Anlagenkonfiguration bleiben maßgeblich.
