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Dynamischer Netzanschluss

Koordinieren Sie Gesamtanschluss M0 und lokalen Bereich M1 mit eigenen Speicher- und PV-Zuordnungen. Dokumentiert ist der aktuelle UI-Teststand.

EOS UI 1.0.32 · Teststand53 Feldbeschreibungen

Stand dieser Anleitung · 29.10.2026

Beschreibt Funktionen des UI-Teststands 1.0.32. Dieser Stand besitzt noch keine allgemeine Produktivfreigabe. Verfügbarkeit und aktive Nutzung richten sich nach installierter Version, Lizenz, Rolle und geprüfter Anlagenkonfiguration.

Hier finden Sie die Funktion
EMS Apps → Dynamischer Netzanschluss → Einrichten

Schritt für Schritt einrichten

  1. Als Installer/Admin die App unter EMS Apps installieren und speichern. Danach den zugehörigen Einrichtungsreiter öffnen.
  2. M0 unter Zuordnung → Allgemein prüfen. M1 dem nachgelagerten Zähler zuordnen; Vorzeichen, Einheit, Messalter und zeitlichen Zusammenhang kontrollieren.
  3. Für M0/M1 Bezug, Einspeisung und feste Reserven festlegen. Bei M1 eine fehlende lokale Grenze bewusst von 0 W unterscheiden.
  4. Speicher mit physischem Anschluss, Regelmesspunkt, Gruppe, Betriebsaufgabe, Istwerten und geeigneter Befehlsschnittstelle anlegen. Optional PV mit Erzeugungsbegrenzung ergänzen.
  5. Entwurf speichern und Einrichtung prüfen. Vor Aktivierung Gerätewirkung, Rückmeldungen, Grenzen, Ausfall und Wiederanlauf an der Anlage prüfen.
  6. Mit Speichern und aktivieren übernehmen. Bei späteren Änderungen Konfigurationskonflikte und den Status einer Stellübergabe beachten.

Felder & Einstellungen

Die Bezeichnungen orientieren sich am oben genannten Softwarestand. Je nach Gerät, Betriebsart und Freigabe blendet EOS zusätzliche Felder ein. Eingabebereiche sind keine pauschale Freigabe für Ihre Anlage.

Einstellung / AnzeigeBedeutung & Verwendung
M0-Messung aus AllgemeinSchreibgeschützte Netzpunktmessung des Gesamtanschlusses einschließlich M1. Unter Zuordnung → Allgemein einrichten. Möglich sind eine signierte Leistung oder ein zeitlich zusammenpassendes Bezug-/Einspeisepaar.
M1-Nettoleistung · DatenpunktMessung des elektrisch nachgelagerten Bereichs. In EOS ist Netzbezug positiv und Einspeisung negativ. M1 ist Teil von M0; die Leistungen nicht nochmals addieren.
Einheit des MesswertsW oder kW passend zur tatsächlichen Quelle wählen. Die Einstellung gilt jeweils für die zugeordnete Netz-, Batterie-, PV- oder Anforderungsmessung.
Vorzeichen der MessungRohwert unverändert verwenden oder umkehren. Für Batterie-Istleistung bedeutet positiv in EOS Entladen und negativ Laden. Netzvorzeichen mit einem bekannten Bezug prüfen.
Höchstens zulässiges Messwertalter (ms)Ältere Leistungswerte erlauben keine neue Leistungsfreigabe. Für jede Messquelle entsprechend ihrer tatsächlichen Aktualisierung und dem Regelkonzept einstellen.
Bezug / Einspeisung lokal begrenzenBei M1 lassen sich beide lokalen Vertragsgrenzen ausdrücklich ein- oder ausschalten. Ohne lokale Grenze bleibt die M0-Begrenzung wirksam. Eine eingetragene 0 ist dagegen eine wirksame Nullgrenze.
Bezug · Anschlussgrenze (W)Maximaler Netzbezug für M0 beziehungsweise M1. Die feste Bezugsreserve wird davon abgezogen. Die M0-Grenze gilt übergeordnet für den Gesamtanschluss.
Einspeisung · Anschlussgrenze (W)Maximale Einspeisung des jeweiligen Anschlussbereichs. 0 W bedeutet Nulleinspeisung für diesen Messbereich; Geräte außerhalb M1 können eine lokale M1-Verletzung nicht beliebig ausgleichen.
Bezug / Einspeisung · feste Reserve (W)Vom jeweiligen Grenzwert abgezogener Sicherheitsspielraum. Anschlussgrenze minus Reserve ergibt die Betriebsgrenze.
Höchste zeitliche Abweichung zusammengehöriger Messungen (ms)Begrenzt den Zeitversatz der gemeinsam ausgewerteten Messungen. Zeitlich nicht zusammenpassende Werte sind keine belastbare gemeinsame Regelbasis.
Speicherkennung / SpeichernameEine eindeutige Kennung und eine lesbare Bezeichnung je realem Speicher anlegen. Die Kennung gehört zu dieser App; eine bestehende Farm-Zuordnung ist nicht erforderlich.
Physischer AnschlussbereichM0 oder M1 entsprechend dem tatsächlichen elektrischen Anschluss des Speichers wählen. Ein Speicher in M1 unterliegt sowohl M1 als auch M0.
RegelmesspunktM0 oder M1 als Messbereich der gewählten Speicheraufgabe zuordnen. Die Auswahl muss zur elektrischen Lage und zur gewünschten Wirkung passen.
Regel-/DispatchgruppeSpeicher nur dann gemeinsam gruppieren, wenn Bereich, Aufgabe, Strategie und Stellhoheit zusammenpassen. Die Gruppenkennung wird auch bei einer darauf bezogenen Arbitrage-Freigabe verwendet.
BetriebsaufgabeEigenverbrauchsoptimierung (EVO), Nulleinspeisung, Lastspitzenkappung, Arbitrage oder tarifgeführten Betrieb wählen. Jede Aufgabe bleibt an Mess-, SoC-, Geräte- und Anschlussgrenzen gebunden.
StellhoheitEOS gibt Leistungsziele vor oder ein externer Regler arbeitet innerhalb ausdrücklich bestätigter EOS-Grenzen. Nicht gleichzeitig mehrere Regler auf dieselben Geräteausgänge schreiben lassen.
Batterie-Istleistung · DatenpunktAktuelle AC-Wirkung des Speichers. Bei Hybridgeräten PV und Batterie getrennt messen; die gemeinsame Wechselrichterleistung ist kein Ersatz für eine reine Batteriemessung.
SoC · DatenpunktTatsächlicher Ladezustand des jeweiligen Speichers, keine Schätzung aus dem letzten Sollwert.
SoC · Prozentpunkte je RohwertUmrechnung des gelieferten Rohwerts in Prozentpunkte. 1 bedeutet: der Rohwert ist bereits in Prozent. Den tatsächlichen Gerätefaktor prüfen.
SoC · Höchstalter (ms)Maximales Alter des Ladezustands, das für die Speicherfreigabe akzeptiert wird.
Zusätzliches Verfügbarkeitssignal verwendenErgänzt optional einen eigenen Gerätestatus. Danach Datenpunkt, erwarteten Verfügbar-Wert und Höchstalter vollständig zuordnen.
Verfügbarkeit · Datenpunkt / Verfügbar-WertZustand und exakt passender Vergleichswert für Betriebsbereitschaft. Boolean und Zahl bewusst unterscheiden; true, 1 und der Text „1“ sind nicht austauschbar.
Verfügbarkeit · Höchstalter (ms)Begrenzt das zulässige Alter des zusätzlichen Bereitschaftssignals.
Maximale Ladeleistung / Entladeleistung (W)Getrennte Leistungsgrenzen pro Speicher. Werte passend zur Schnittstelle und Anlage festlegen; andere Schutz- und Lizenzgrenzen gelten weiter.
Untergrenze / Obergrenze SoC (%)Zulässiger Ladezustandsbereich des Speichers. Die Untergrenze schützt die Reserve, die Obergrenze begrenzt weiteres Laden.
Höchste Leistungsänderung (W/s)Begrenzt die Änderung der Speichervorgabe pro Sekunde. Die Reaktion der realen Schnittstelle muss dazu passen.
Bestätigungstoleranz (W)Zulässige Leistungsabweichung bei der Rückmeldungsprüfung. Eine bestätigte Vorgabe und die tatsächliche Messleistung bleiben getrennte Größen.
Bestätigungsfrist (ms)Zeit für die erwartete Befehls-/Geräterückmeldung. Ein erfolgreich gesendeter Befehl allein beweist keine physische Wirkung.
Ziel-Netzbezug / Bezugsschwelle (W)Ziel und Toleranz der Speicherstrategie am zugeordneten Regelmesspunkt. Ein kleiner positiver Bezug kann als betriebliche Reserve dienen.
Lastspitzengrenze (W)Zusätzliche Bezugsgrenze für die Betriebsaufgabe Lastspitzenkappung. Die übergeordneten M0-/M1-Grenzen bleiben vorrangig.
Arbitrage-Leistungswunsch · DatenpunktBei Arbitrage mit EOS-Stellhoheit: aktuelle externe Leistungsanforderung als Wunschwert. Einheit, Vorzeichen und Messalter zuordnen; EOS begrenzt den Wunsch auf die zulässige Leistung.
Tarifgeführter BetriebNutzt vorhandene Tarif- und Netzladefreigaben innerhalb der lokalen Speichergrenzen. Die Tarifquelle wird in der Tarif-App eingerichtet.
BefehlsschnittstelleSignierter Leistungssollwert, getrennte Lade-/Entladesollwerte oder maximale Lade-/Entladefreigaben für einen externen Regler. Die gewählte Form muss dem Gerät entsprechen.
Leistungssollwert / Ladesollwert / EntladesollwertDie zur Schnittstelle gehörenden Schreib-Datenpunkte zuordnen. Bei getrennten Vorgaben wird vor Richtungswechsel zuerst die Gegenrichtung neutralisiert und deren Rückmeldung geprüft.
W je Rohwert / Vorzeichen des Sollwerts1 für Sollwerte in W, 1000 für kW; EOS teilt die Leistung in W durch diesen Faktor. Bei signierter Vorgabe zusätzlich die Richtung festlegen: positiv Entladen oder positiv Laden.
Rücklese-Datenpunkt (optional)Liest eine vom Gerät übernommene Vorgabe zurück. Ein rückgelesener Sollwert ist weiterhin von der tatsächlichen Leistungsaufnahme oder -abgabe zu unterscheiden.
Maximale Ladefreigabe / EntladefreigabeSchreibpfade für die extern geregelte Variante. Der externe Regler muss diese Grenzen wirksam einhalten; die Auswahl ersetzt keinen dokumentierten Gerätevertrag.
Angewandte Ladegrenze / Entladegrenze · DatenpunktTatsächlich vom externen Regler angewandte Grenzen zurücklesen. Einheit, positiven Betrag und Alter prüfen.
Watchdog · Schreib-Datenpunkt / Rücklese-DatenpunktGeräteseitige Überwachung für externe Grenzregelung. Beide Pfade müssen zum nachgewiesenen lokalen Ablauf- und Rückfallverhalten passen.
Geräteseitige Ablaufzeit (ms) / Watchdog-SchreibwertAblaufwirkung am Gerät und typisierten Watchdog-Wert festlegen. Ein beliebiger regelmäßig beschriebener Datenpunkt ersetzt keinen wirksamen Geräte-Watchdog.
Optionale Freigabe-/ModusausgängeZusätzliche Schaltausgänge nur bei Bedarf zuordnen: Schreibpfad, optionales Rücklesen sowie typisierte Ein-/Aus-Werte. Keine nicht benötigten Geräteausgänge erfinden.
PV-Kennung / PV-AnschlussbereichJeden PV-Wechselrichter eindeutig identifizieren und seinem tatsächlichen Bereich M0 oder M1 zuordnen.
AC-Bezugsleistung (W)Bezugsleistung für die Wirkleistungsbegrenzung des Wechselrichters. Nicht ungeprüft die DC-Modulleistung einsetzen.
PV-Istleistung · DatenpunktAktuelle AC-Erzeugung mit Einheit, Vorzeichen und Altersgrenze zuordnen.
PV-Erzeugungsgrenze · Schreib-DatenpunktVorgabe zur Erzeugungsbegrenzung. Eine echte Netzeinspeisegrenze am Gerät ist keine austauschbare PV-Erzeugungsgrenze.
Einheit der PV-Vorgabe / SkalierungW oder Prozent der AC-Bezugsleistung wählen. Den Faktor als W je Rohwert beziehungsweise Prozentpunkte je Rohwert korrekt einstellen.
PV-Erzeugungsgrenze · Rücklese-DatenpunktOptional die angewandte Erzeugungsvorgabe zurücklesen; zusätzlich die tatsächliche PV-Leistung beurteilen.
Vorhandene EVU-Stufen auf diesen Wechselrichter anwendenBindet diesen Wechselrichter ausdrücklich in die vorhandene EVU-Zuordnung ein. EVU-Stufe und dynamische Anschlussgrenze werden gemeinsam berücksichtigt.
Einrichtung prüfen / VorschauPrüft den aktuellen Entwurf und zeigt die erwartete Zuordnung. Die Vorschau allein aktiviert die Regelung nicht.
Entwurf speichern / Speichern und aktivierenUnvollständige Entwürfe dürfen gespeichert werden; Aktivierung verlangt vollständige, widerspruchsfreie Zuordnungen. Die Formularbuttons übernehmen ihre Änderungen direkt.
Neu laden / KonfigurationskonfliktWurde zwischenzeitlich in einer anderen Ansicht gespeichert, zuerst den aktuellen Gesamtstand laden. Ungespeicherte Änderungen prüfen; der alte Entwurf wird nicht automatisch mit fremden Änderungen verschmolzen.
Stellübergabe läuftDeaktivierung oder Umzuordnung wartet auf eine kontrollierte Übergabe. Bis zur Bestätigung kann die bisherige Schreibzuständigkeit erhalten bleiben. Ein Prozessabbruch ist kein bestätigter Gerätestopp.
Anforderung / Vorgabe / Befehl / Anwendung / GemessenDiagnose unterscheidet gewünschten Wert, zulässiges Ziel, gesendeten Auftrag, bestätigte Anwendung und reale Leistung. Diese Anzeigen nicht gleichsetzen.

Gut zu wissen

  • Beschreibt Funktionen des UI-Teststands 1.0.32. Dieser Stand besitzt noch keine allgemeine Produktivfreigabe. Verfügbarkeit und aktive Nutzung richten sich nach installierter Version, Lizenz, Rolle und geprüfter Anlagenkonfiguration.
  • M1 liegt innerhalb von M0. Ein Speicher außerhalb M1 kann keine lokale M1-Nulleinspeisung herstellen.
  • Eine installierte Speicherfarm ist für diese App nicht erforderlich. Dieselben Ausgänge dürfen nicht gleichzeitig von mehreren Reglern beschrieben werden.
  • Herstellerunabhängig bedeutet: Einheiten, Vorzeichen, Schreibfähigkeit und Rückmeldungen müssen zum tatsächlichen Gerät passen.
  • Die Arbitrage-Betriebsaufgabe hier ist von der eigenständigen Partner-App Arbitrage zu unterscheiden.

Passende Anleitungen

Eine Einstellung passt nicht zu Ihrer Anlage?

Nennen Sie uns App, Softwarestand, Hersteller und Modell. Zugangsdaten oder Tokens gehören nicht in eine Supportanfrage.

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Aktualisiert am 29.10.2026. Umfang und Quellenstand: siehe Hinweis oben. Grundlage sind die bereitgestellten NexoWatt-Repositories. Gerätedaten, Herstellerfreigaben und Ihre konkrete Anlagenkonfiguration bleiben maßgeblich.